Auftraggeber: der Käufer
Autohaus
Der Neuwagenkäufer beauftragt Sie mit der Zulassung zum Übergabetermin. Halter ist er, nicht Sie — auch wenn das Fahrzeug bis dahin auf Ihrem Hof steht.
Kette: Kaufvertrag als Auftrag, Vollmacht des Käufers, sein Ausweis, sein SEPA-Mandat. Der Sicherheitscode kommt aus der Zulassungsbescheinigung Teil II, die Ihnen ohnehin vorliegt.
Kritisch: die Vollmacht rechtzeitig einzuholen. Sie ist der einzige Teil der Kette, der nicht in Ihrem Haus liegt.
Auftraggeber: der Käufer
Gebrauchtwagenhandel
Das Fahrzeug steht abgemeldet, der Käufer soll es zugelassen mitnehmen. Es fallen zwei Vorgänge in kurzer Folge an — Ankauf und Verkauf.
Kette: beim Ankauf die Außerbetriebsetzung mit den Codes des Voreigentümers, beim Verkauf Vollmacht und Legitimation des Käufers.
Kritisch: die Hauptuntersuchung. Läuft sie während der Standzeit ab, blockiert sie die Wiederzulassung — unabhängig davon, wie vollständig die Kette sonst ist.
Auftraggeber: ein gewerblicher Dritter
Zulassungsdienst
Sie handeln für Betriebe, die ihrerseits für ihre Kunden handeln. Damit gibt es zwei Ebenen: Ihr Auftraggeber — und der tatsächliche Halter.
Kette: Der Halter erteilt die Vollmacht, Ihr Auftraggeber erteilt Ihnen den Auftrag. Beide Beziehungen wollen getrennt dokumentiert sein; dafür ist die Mandantenstruktur da.
Kritisch: die Zuordnung. Wer zahlt, wer haftet, wer hat bevollmächtigt — im Mengenbetrieb entscheidet das über die Weiterberechnung.
Auftraggeber: der Fahrzeughalter
Werkstatt
Zulassung als Zusatzleistung neben der eigentlichen Arbeit am Fahrzeug — typisch nach Instandsetzung, Umbau oder bestandener Hauptuntersuchung.
Kette: schlank, weil der Halter ohnehin bei Ihnen ist: Vollmacht, Ausweis, Codes aus den Papieren, die im Haus liegen.
Kritisch: die Sicherheitscodes erst freizulegen, wenn der Vorgang tatsächlich startet — ein freigelegter Code ist verbraucht.
Auftraggeber: Händler oder Halter
Aufbereiter und Logistiker
Fahrzeuge laufen durch Ihre Hand, ohne Ihnen zu gehören. Zulassung ist Randgeschäft, aber wiederkehrend.
Kette: Sie brauchen für jeden Vorgang die Vollmacht des jeweiligen Halters. Eine Dauervollmacht Ihres gewerblichen Auftraggebers deckt nicht automatisch dessen Endkunden ab.
Kritisch: die Frage, wer im Einzelfall Halter ist — Händlerbestand oder bereits der Endkunde.
Auftraggeber: der abgebende Halter
Verwerter und Demontagebetrieb
Der Halter gibt das Fahrzeug zur Verwertung ab; die Außerbetriebsetzung ist Teil Ihrer Leistung.
Kette: Vollmacht des abgebenden Halters, die Zulassungsbescheinigung Teil I mit ihrem Code, die Codes unter den Stempelplaketten — und der Verwertungsnachweis Ihres Betriebs.
Kritisch: Mit dem Verwertungsnachweis wird die Abmeldung endgültig. Eine spätere Wiederzulassung ist ausgeschlossen — das ist gewollt, aber unumkehrbar.